B4: Grube Charlottenzug

 

Nach wechselnden Besitzverhälnissen übernahm der Gewerke (Industrielle) Theodor Ulrich nach 1800 die Rechte an der Grube am Beringhof vom Kloster Bredelar. Sein Sohn Peter gab der Grube später den Vornamen seiner Frau und nannte sie "Charlotte". Im Mittelalter wurde nur an der Oberfläche im Tagebau Erz gewonnen. Es entstand im Laufe der Jahrhunderte eine 300 m lange und 10 m tiefe Tagebaugrube. Der westliche Teil wurde in den 1950/60er Jahren von der Gemeinde Padberg als Hausmüll- und Bodendeponie genutzt und verfüllt. Der östliche Teil ist heute noch zu sehen. Danach wurde dem Erzgang in Schächten nachgegangen, deren Pingen heute noch oberhalb des Beringhofs zu sehen sind. Als die Schächte den Grundwasserbereich erreicht hatten, wurden Stollen (Heinrich- und Lydiastollen) angelegt, die zunächst nur zur Entwässerung gedacht waren. Als man aber begann, das Erz von unten nach oben abzubauen (Firstenbau), wurden die Stollen auch als Förderstrecken genutzt.

 Grube Charlottenzug in 3D Ansicht


Die Grube Charlottenzug ist die höchste Stelle des  Wanderweges. Von dort geht es dann bergab ins Diemeltal, wo der Weg auf die Nordroute des Giershagener Weges trifft.

 

 Informationstafel Charlottenzug                                                                                Tagebaugrube Charlottenzug