B2: Lydiastollen

 

Nach dem Bau des Bredelarer Bahnhofs baute die Dortmunder Union AG die Grube Charlottenzug wegen ihrer günstigen Lage zur Verladestation zu einer Großgrube aus. Gegenüber dem neuen Bahnhof trieb man einen Stollen voran, der 1877 nach einer Länge von 800 m auf die Eisenerzlager am Beringhof traf. Von dort verläuft der Stollen entlang des Eisenerzlagers 300 m nach Osten und 350 m nach Westen und erreicht somit eine Gesamtlänge von ca.1,5 km. Das abgebaute Erz wurde mit Pferden durch den Lydiastollen- so hatte man den Stollen getauft-transportiert und über einen Eisensteg zur Aufbereitung am neuen Bahnhof gebracht. Zeitweise arbeiteten bis zu 300 Bergleute in der Grube. Der Lydiastollen diente auch der Wasserhaltung der Gesamtgrube. Das Grundwasser wurde durch ein Wasserrinne (Rösche), die unterhalb des Stollenbodens lag, in die Hoppecke abgeleitet.

   

 

 

 

 

                                                

Stollenmund des Lydiastollens um 1900                                                                   Lydiastollen heute

Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Wasser des Lydiastollens in einen Hochbehälter am Hang der Orthelle gepumpt und von dort in die Bredelarer Haushalte geleitet. Auf diese Weise wurde bis 1980 die Wasserversorgung von Bredelar sichergestellt. 

Auch heute noch fließt das Waser  aus dem Lydiastollen in die Hoppecke, und der Wanderer kann  hier in einem urwüchsigen FFH-Naturschutzgebiet eine Ruhepause einlegen und sich erfrischen.