B11: Klosterhütte

 

An dem 2011 zurückgebauten Diemelwehr zweigte  der Obergraben ab, der zum Betrieb der Schmelzhütte des Klosters Bredelar diente. Die Hütte lag etwa 800 m weiter diemelabwärts an einem Bergsporn, dem „Hüttenkopf“.

Spätestens seit 1544 war das Kloster Bredelar selbst als Grubengewerke und Eisenproduzent aktiv (Streit mit dem Grafen von Waldeck um Gruben am Teufelspfad). Nach 1600 hält das Kloster Anteile an den Gruben Webbel, Eckefeld, Schemperstrick (Arnstein) und Lülingsholl, sowie an weiteren Bergwerken bei Padberg, Beringhausen bis hin nach Messinghausen und Brilon. Nach Auflösung des Klosters im Jahre 1804 wurden dessen Grubenanteile von den Gewerken Anton bzw. Theodor Ulrich (Brilon) übernommen.

Schon vor 1600 betrieben die Mönche auch eine eigene Hütte am „Hüttenkopf“ an den Sammetwiesen an der Diemel. In der Giershagener Gemarkung gab es nur diese Bredelarer Klosterhütte („Alte Hütte“). Die Lage der Klosterhütte ist in dem Urkataster von 1831 gut zu lokalisieren. Auch Schlackenfunde belegen diesen Standort. Die Gebäude der Klosterhütte waren noch um 1900 bewohnt. 1925 brannte „die alte Hütte“ ab.

An der Stelle jenseits der Diemel, an der heute das Hochregallager der Firma WEPA steht, baute Theodor Ulrich 1831 eine Getreide- und Hammermühle, den Charlottenhammer.

Text und Bild: Giershagener Nordroute